Der Laubfrosch
Lateinisch: Hyla Arborea Linneaeus
Der Laubfrosch ist der Lurch des Jahres 2008. Wie schon sein Name verrät, so bevorzugt er
Laubböden, Hecken, Stauden bis teilweise Bäume und deren Kronen. Der Laubfrosch ist in seinem
Bestand gefährdet, da er eher verwilderte Pflanzstrukturen benötigt. Aufgeräumte Monokulturen
bieten im Gegensatz hierzu keinen natürlichen Lebensraum.
Weiher und Teiche sind für den Laubfrosch bevorzugte Laichgewässer. Wichtig sind hierbei
flache Wasserzonen, die sich bei Sonneneinstrahlung gut aufheizen. Generell gedeihen Kaulquappen
in Gewässern gut, die sich aufgrund flachen Wassers schnell erwärmen. Auch sollte im Gewässer
genügend Bewuchs vorhanden sein, der Deckung und Verstecke bietet.
Der Laubfrosch befestigt seinen Laich an Wasserpflanzen. Ein Eiballen trägt hierbei 10 bis 50
Eier und ist etwa so gross wie eine Nuss.
Von der Grösse her ist der Laubfrosch ein eher kleiner Gesell. Die Männchen erreichen eine
Körperlänge von 3 bis 5 Zentimeter. Wie die meisten seiner Verwandten ernährt sich der Laubfrosch
von Insekten, Insektenlarven, kleinen Schnecken und Spinnen. Er hat naturgemäss viele Fressfeinde,
wie Schlangen (Kreuzotter, Ringelnatter), Wanderratten, Vögel (Storch, Reiher, Eule, etc.) und
teils auch Säuger.
Der Laubfrosch ist übrigens die einzige Amphibie unseres Kontinents, die auf Bäumen leben kann!
Kann man Fröschen helfen ? Die eindeutige Antwort lautet "Ja". Frösche leiden vor allem darunter,
dass der Mensch ihnen natürlichen Lebensraum nimmt.
Deswegen spielt immer mehr die Anlage von Teichen in Gärten eine Rolle. Man sollte hierbei jedoch
bedenken, dass ein Frosch ein möglichst naturnahes Gewässer bevorzugt. Dies bedeutet, dass man
auch mit einer gewissen Verwilderung einverstanden sein sollte. Zudem gilt hier nicht, dass der
Teich möglichst tief sein sollte ! Frösche suchen nahc Gewässern mit flachen Gewässerzonen und
Vegetation, die Verstecke bietet. Der chemisch reine Teich mit gepflegter Bepflanzung ist demnach
nicht geeignet. Wer Platz in seinem Garten hat und es gerne wild und urwächsig mag (zumindestens
in Teilen des Gartens) kann durch die Anlage eines Teiches für den Frosch interessanten Lebensraum
schaffen. Zudem ziehen Wildpflanzen und ein Gewässer viele Tierarten an, die man ansonsten eher
selten zu Gesicht bekommt. An meinem Teich kann ich beispielsweise Prachtlibellen oder auch viele
Arten von Schmetterlingen beobachten, die man üblichwerweise nur selten zu Gesicht bekommt.
Ansonsten hat es an meinem kleinen Gartengewässer sechs Jahre gedauert, bis sich der erste Frosch
zur Balz eingefunden hat. Hier ist auch Geduld gefragt !
P.S.: Leider ist es mir noch nicht gelungen ein Foto eines Laubfrosches zu schiessen. Wer über ein
solches verfügt (JPG oder GIF) bitte zusenden an redaktion@acverlag.de ! Danke !