Von Reptilien, Amphibien, Spinnen, usw......


In vielen Lebensräumen existieren Reptilien, Amphibien, Spinnen und Insekten in einer Koexistenz. Diese ist nicht nur friedlich! Das Motto lautet: Fressen und gefressen werden!

Reptilien sind dem Grunde nach Kriechtiere, die sich durch einige Charakteristika auszeichnen. Sie sind durch beschuppte Panzerung gekennzeichnet und legen Eier! Im Gegensatz hierzu durchleben Amphibien das Stadium der Larvenbildung (beim Frosch: aus Froschlaich bilden sich Kaulquappen).

In südlichen Gefilden, beispielsweise Afrika oder Südamerika, fallen viele Tier grösser aus. Von daher ergeben sich hier Nahrungsketten, die uns teilweise kurios vorkommen mögen. Es kann durchaus vorkommen, dass eine grosse Gottesanbeterin (Insekt) eine kleine Schlange erbeutet. Oder eine große Spinne (z.B. Vorgelspinne) fängt eine Maus! Auch große Frösche gehen auf die Jagd (z.B. der Ochsenfrosch) und erbeuten kleine Schlangen, Skorpione, Spinnen oder sogar Vögel.

In den Urwäldern stehen jedoch oftmals Reptilien an der Spitze der Nahrungskette. Denken wir hier besonders an Riesenschlangen oder Krokodile. Aber selbst in diesen Dimensionen kommt es zu Kämpfen, die uns absurd erscheinen. So gab es durchaus schon Anakondas (Riesenschlangen), die einen Kaiman (eine Art Krokodil) umschlangen, töteten und verspeisten. Wir reden hier über Schlangen, die durchaus eine Länge von 6 bis 10 Metern erreichen können. Kein Wunder also, dass diesen Tieren auch ein Kaiman von 2 bis 3 Metern Länge zum Opfer fallen kann!

Das Tierreich oder die Natur ist raffiniert in der Wahl ihrer Waffen. Raubtiere operieren mit Muskelkraft (Würgeschlange), kräftigem Gebiss (Krokodil) oder auch mit stark toxischen Giften (Schlange, Spinne, auch einzelne Frösche).

Jäger und Gejagter rüsten sozusagen um die Wette in ihrem Kampf ums Überleben. So entstehen Nahrungsketten, an deren Spitze das mächtigste Tier (des jeweiligen Lebensraumes) steht. Im Urwald Südamerikas oder Afrikas könnte dies wie folgt aussehen:
- Eine Gottesanbeterin erbeutet einen Schmetterling
- Eine Vogelspinne erbeutet die vorgenannte Gottesanbeterin
- Die Vogelspinne fällt einem Ochsenfrosch zum Opfer
- Der Ochsenfrosch wird von einer mittleren Würgeschlange gefangen
- Die Würgeschlange fällt einem Jaguar zum Opfer
- Der Jaguar wird von einer riesigen Anakonda erlegt

Dies hört sich zwar alles recht makaber an - entspricht aber durchaus den Dingen, die in der Natur geschehen. Im ürbigen nicht nur in Südamerika oder Afrika. Auch bei uns wäre solch eine Abfolge der Geschehnisse denkbar.

Der Frosch befindet sich mitten drin in diesen Szenarien. Er ist Jäger, aber auch Gejagter in diesem Kampf. seine Mittel zur Verteidigung bestehen aus den Begriffen "Tarnung", "Aufmerksamkeit", "Grösse", "Schnelligkeit" und "Gift". Es existieren Frösche, die hoch giftig sind. Diese tragen im Regelfall Signalfarben zur Warnung. Werden sie erbeutet und von ihrem Jäger verschlungen, so bedeutet dies zumeist das Lebensende dieses Fressfeindes.

Ebenfalls mit Gift operieren Spinnen und Schlangen. Das Opfer wird mittels eines Bisses vergiftet und anschliessend verzehrt. Besonders giftig sind die relativ kleinen Seeschlangen, die mittels Toxin beispielsweise Fische erbeuten.

Uns erscheint dies sicherlich alles recht grausam und wir schaudern bei dem Anblick von Reptilien oder Spinnen. Andererseits ist dies der natürliche Lauf der Dinge, der die Natur bzw. die Tierwelt im Gleichgewicht halten soll. Dies funktioniert auch dort, wo der Mensch nicht in die Natur eingreift!

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Naturschutzgebiet Masuren
Naturschutz für Frösche