Der Grasfrosch (Rana Temporaria)


Der Grasfrosch wird etwa sieben bis neun Zentimeter gross und die Oberseite ist zumeist gelb, rot oder dunkelbraun gefärbt (Abbildung: Laich des Grasfrosches). Im Volksmund wird er auch als Märzfrosch bezeichnet. Der Grund liegt darin, dass er Ende März mit der Paarung beginnt und grosse Laichballen in Gewässern ablegt.

Die Lebenserwartung eines Grasfrosches in freier Natur liegt deutlich unter 10 Jahren. Da er kein permanenter Bewohner von Gewässern ist, muss er sehr viele Fressfeinde fürchten. Ihm lauern Feinde am Boden (z.B. Dachs, Wildschweine, Iltis oder Wanderratten, etc.), im Wasser (Ringelnatter oder Raubfische) und aus der Luft auf (Bussard, Storch, Reiher, Uhu, Milane, Kauze, Eulen oder Amseln). Von daher jagt der Grasfrosch nachts und verweilt tagsüber versteckt.

Der Grasfrosch jagt vorwiegend in der Nacht und stellt vor allem Insekten, Würmern und Spinnen nach. Tagsüber versteckt er sich in Gehölz, Gräsern, Büschen oder in Gewässernähe.

Rana Temporaria paart sich bereits im März und legt teils sehr grosse Laichballen in Gewässern ab. Dies können kleine Tümpel, langsam fliessende Gewässer, aber auch grosse Teiche und Seen sein. Je nach Witterung entwickelt sich der Laich sehr schnell zu Kaulquappen. Die Froscheier sind von einer durchsichtigen Masse umgeben, die auch als eine Art Brennglas dient. Sonnenstrahlen werden durch diese Masse verstärkt und führen zur Erwärmung.

Die geschlüpften Kaulquappen ernähren sich von der vorbeschriebenen Masse, von Pflanzenresten und Algen. Sie verspeisen auch kleine Organismen, welche sich im Wasser aufhalten. Im Stadium der Kaulquappe bilden insbesondere die Larven von grossen Insekten (Beispiel Libelle) eine grosse Gefahr. Beispielsweise Libellenlarven verspeisen gerne Kaulquappen.

Der Grasfrosch ist in Europa weit verbreitet, allerdings sind auch hier rückläufige Populationen zu beobachten. Hier spielt auch der Eingriff des Menschen in die Natur (Strassenbau, Stillegung von Gewässern, Flurbereinigungen, Überdüngung, etc.) eine entscheidende Rolle.

Naturschutzgebiet Masuren
Naturschutz für Frösche