Eine laue Sommernacht....


Wenn im Sommer eine laue Sommernacht durch Ihren Garten schwebt, so tragen sich viele grosse oder kleine Dramen im selbigen zu. Viele Tiere bewegen sich durch die Nacht, die sie teilweise am Tage nicht zu Gesicht bekommen.

Der Frosch muss dann Obacht haben, denn viele seiner Feinde werden aktiv, wenn es dunkel wird!

Durch den Garten streift die Katze des Hauses. Die laue Sommernacht hat sämtliche Jagdinstinkte des Stubentigers geweckt. Die Katze reagiert auf jedes Geräusch und jede Bewegung, die im Dunkel der Nacht zu vernehmen sind. Der Frosch verharrt derweil, gut getarnt, in der Uferböschung. Ist Gefahr im Verzug, so ist der Frosch jederzeit sprungbereit. Er würde sich dann, per Sprung, ins Wasser retten.

Ein leichtes Rascheln ist stetig zu vernehmen. Die Katze ignoriert dieses Geräusch. Es wird von einem grossen Igel produziert, der im Garten auf Nahrungssuche ist. Ob vom Baum gefallenes Obst oder ein Regenwurm - der Igel frisst was er kann. Er muss Reserven für den Winterschlaf aufbauen. Bei Gefahr rollt sich der Igel zusammen und präsentiert seine Stacheln. Er hat keine Feinde in diesem Garten.

Eine Maus durchforstet den Garten auf der Suche nach Fressbarem. Sie schwebt in höchster Gefahr. Die Katze ist bereits auf sie aufmerksam geworden. Aber auch ein anderer Zeitgenosse hat das Geschehen betreten. Ein Marder durchstreift den Garten und ist ebenfalls auf der Suche nach einem potenziellen Opfer. Die Katze nimmt das Erscheinen des Marders mit Missgunst zur Kenntnis. Einen Kampf mit ihm meidet sie, da der Marder ein gefährlicher Gegner ist. Der Marder ist durchaus in der Lage sich im Gegner fest zu beissen und ihm gefährliche Verletzungen zuzufügen.

Der Marder hat ebenfalls die Maus entdeckt und fängt sie mit Schnelligkeit und Geschick! Die Katze geht leider leer aus. Der Frosch verharrt in seinem Versteck. Hinsichtlich der Geschwindigkeit hat der Frosch einen klaren Nachteil, gegenüber den warmblütigen Säugetieren oder Nagern. Warmblüter regulieren ihre Körpertemperatur über die Verbrennung von Nährstoffen. Dies erklärt zum Beispiel auch, warum man in der kalten Jahreszeit gerne deftig isst. Kaltblüter erlangen ihre notwendige Körpertemperatur über die Aussentemperatur. Ein Frosch muss sich demnach, salopp formuliert, zunächst einmal aufwärmen (z.B. an der Sonne). In einer kühlen Nacht ist der Frosch mithin recht eingeschränkt in seiner Beweglichkeit.

Der Igel durchforstet weiterhin den Garten. In der Nähe des Teiches stösst er auf Schnecken, die er genussvoll verspeist. Er hält sich auch an Beute schadlos, welche sich am oder im Wasser befindet. Ein grosser Igel nimmt es auch durchaus mit einer Ringelnatter oder Kreuzotter auf! Ganz feindfrei ist der Igel jedoch nicht. In Wäldern lauern Eulen, die auch einen Igel schlagen.

Nachts nähern sich auch weitere Tiere unseren Behausungen, die wir mehr oder weniger häufig sehen. Dies hängt auch ein wenig von der jeweiligen Lage und Region ab. Als Beispiele seien der Fuchs, die Ratte, der Waschbär(!) oder auch das Wildschwein genannt. Auch diese Tiere stellen für Frösche potenzielle Feinde dar!

Vielleicht sollten Sie einmal Nachts in Ihrem Garten zelten! Sie werden überrascht sein, welche Geräusche sie wahrnehmen werden, wenn Sie sich ruhig und aufmerksam verhalten!

Naturschutzgebiet Masuren
Naturschutz für Frösche