Der Frosch


Den Frosch finden wir weltweit in unterschiedlichsten Grössen und Farben. Die bevorzugte Nahrung des Frosches stellen Insekten dar. Es gibt aber auch grössere Formen, die erheblich grössere Beutetiere fangen. Man denke hier an den Ochsenfrosch, der ja auch in Deutschland für Schlagzeilen gesorgt hat!

Es existieren auch Formen, die hochgiftig sind! Ein gutes Beispiel stellt der Pfeilgiftfrosch dar, der in den Urwäldern Südamerikas lebt! Mit seinem Gift benetzen die Eingeborenen ihre Pfeile, um hiermit Beute zu erlegen!

Oft wird die Frage gestellt worin denn nun der Unterschied zwischen Kröten und Fröschen liegt. Zunächst einmal sehen sich beide sehr ähnlich. Jedoch können die meisten Kröten nur schlecht springen, da ihre Hinterbeine (im Vergleich zu Fröschen) nicht sonderlich lang sind. Kröten haben zudem eine warzige Haut, Frösche in der Regel eine glatte. Der Frosch legt zudem Laichballen ab, die Kröte hingegen Klumpen.

Frösche haben übrigens viele natürliche Feinde und müssen deshalb stets aufmerksam sein! Das Rezept zum Überleben liegt hierbei in der schnellen Flucht ins Wasser oder dem Begriff "Tarnung". In offenen, grösseren Gewässern stehen Frösche beispielsweise bei Schlangen auf dem Speiseplan. In unseren Breiten ist beispielsweise die Ringelnatter ein Jäger, der den Fröschen nachstellt. Dieses Reptil bevorzugt hierbei die Jagd im Wasser und ist damit ein gefürchteter Jäger. Gefahr droht dem Frosch aber auch aus der Luft.....

Für Greifvögel, Störche oder Reiher steht der Frosch auf dem Speiseplan und deshalb muss der quakende Gesell in alle Richtungen Ausschau halten. Aber neben den Tieren über Wasser und in der Luft kann er sich seiner Sache auch nicht sicher sein wenn er untergetaucht ist. Grosse Raubfische, wie der Hecht, können ihm ebenfalls gefährlich werden. Von daher ist der Frosch, gerade in grossen Gewässern wie einem See vielen Anfeindungen ausgesetzt und muss ständig aufmerksam seine Umgebung beobachten.

Auch die Fortpflanzung gestaltet sich als schwierig und nur wenige potenzielle Frösche kommen letzten Endes durch! Das Weibchen legt Eier, die vom Männchen befruchtet werden. Dieses Spektakel erfolgt im Wasser und dieser Froschlaich stellt eine Delikatesse für viele andere Bewohner in Tümpel oder See dar. Zunächst einmal seien hierbei die Fische genannt. Aber beispielsweise auch Molche halten sich an dem Gelege schadlos. Von den mitunter vielen tausenden Eiern bleiben so letzten Endes nur weniger hundert übrig, aus denen sich Kaulquappen entwickeln. Diese leben weiter im Wasser und haben zahlreiche Fressfeinde. Zu diesen gehört auch die Libellenlarve, die Kaulquappen und auch kleine Fische jagt. Von den hunderten Kaulquappen bleiben viele auf der Strecke und nur wenige werden tatsächlich zu kleinen Fröschen. So entstehen unterm Strich von einem Gelege von beispielsweise 4.000 Eiern nur drei oder vier letzten Endes ausgewachsene Frösche. Die natürliche Auslese auf dem Weg dorthin ist mithin gigantisch.

Aber auch andere Faktoren machen den Fröschen das Leben schwer. Diese Faktoren entstehen durch Handlungen des Menschen. Der Mensch versiegelt und bebaut Freiflächen und nimmt der Tierwelt damit Lebensraum. Auch die Überdüngung der Böden durch die Landwirtschaft und die Verschmutzung von Gewässern hat negative Konsequenzen für die Froschwelt zur Folge. Nicht umsonst steht der Frosch in all seinen Arten unter Naturschutz!

Von daher ist es auch gut, dass immer mehr Leute Biotope und Teiche in ihren Gärten anlegen. Hiermit schafft man neuen Lebensraum auch für andere Tierarten, welche man heute in Teilen nur noch selten sieht. Wasserläufer, Libellen oder Schmetterlinge gehören zu diesen Kandidaten, welche manches Kind nur noch aus Büchern oder von Bildern kennt. Wenn Sie also Platz in ihrem Garten und Lust haben: Legen Sie ein Biotop an! Die Natur dankt es Ihnen!

Naturschutzgebiet Masuren
Naturschutz für Frösche