Diversifikation oder was ist was?


Froschlaich Infobild Mit dem Begriff Lurche oder Lurche werden, dem Grunde nach, alle Amphibien bezeichnet. Amphibien sind Tiere, die sowohl an Land als auch im Wasser leben (können).
In unseren Breiten kennen wir im Regelfall Molche, Salamander, Kröten und Frösche. Eine andere Differenzierung ist die Selektion in Froschlurche, Schwanzlurche und Schleichenlurche.
Oft kommt die Frage auf, ob und wie sich Frösche und Kröten unterscheiden. Zunächst einmal gehören Sie beide zur Ordnung der Froschlurche und sind damit beides Frösche.
Trotzdessen existieren merkliche Unterschiede zwischen Fröschen und Kröten. Frösche haben eine glatte Haut, sind i.d.R. an Wasser gebunden und hüpfen! Kröten sind deutlich größer, mit warziger Haut und können nicht hüpfen (oder springen).
In Deutschland kennen wir vor allem Wasserfrösche (kleiner, großer), Laubfrösche, Moorfrösche, Seefrösche und Grasfrösche. Die meist verbreiteste Kröte ist die Erdkröte. Bekannt sind aber auch Wechselkröte oder Kreuzkröte. Erdkröten sind übrigens über fast gesamt Deutschland verteilt.
Zwischen Kröten und Fröschen besteht ein weiterer signifikanter Unterschied, der sich auf die Ablage des Laichs bezieht. Frösche legen grundsätzlich Laichballen ab. Die meisten Arten platzieren den Laich unter Wasser, indem sie ihn beispielsweise an Wasserpflanzen befestigen. Der Grasfrosch legt seine Laichballen hingegen zumeist an der Wasseroberfläche ab. Frösche lieben zur Ablage "warme" Gewässer, die durch die Sonne aufgeheizt werden (also sonnige Lage und nicht zu tiefe Gewässer). Je wärmer das Wasser, desto schneller entwickelt sich der Nachwuchs.

Kröten legen ebenfalls Laich in Gewässern ab. Kröten produzieren jedoch sogenannte Laichschnüre. Anstatt eines Ballens (wie bei den Fröschen) sieht man anstatt dessen lange Schnüre im Wasser.

Der Laich ist generell von sogenanntem Gallert umgeben. Dies ist eine schleimige, durchsichtige Masse, die den Laich schützt. Die erste Entwicklungsstufe findet innerhalb dieses Gallert statt. Grundsätzlich gilt: Man sollte Froschlaich stets in Ruhe lassen, da die Entwicklung von der Sonneneinstrahlung und Lage des Laichs abhängig ist. Veränderungen der Lage des Froschlaichs kann zu einer Stagnation der Laichentwicklung führen! Der Gallert ist nicht ohne Grund lichtdurchlässig!

Als Molche kennen wir Teichmolch, Bergmolch, Fadenmolch und Kammmolch. Feuersalamander und Alpensalamander sind die Salamander unserer Region.
Alle vorgenannten Gattungen haben gemein, dass sie bestimmte Lebensräume und ein funktionierendes Ökosystem benötigen. Insoweit gehören diese Arten zu den gefährdeten Arten unserer Breiten.

KrötenFröscheMolche
KnoblauchkröteLaubfroschBergmolch
WechselkröteMoorfroschFadenmolch
ErdkröteSpringfroschTeichmolch
GeburtshelferkröteKleiner WasserfroschAlpensalamander
GelbbauchunkeGr.Wasserfrosch/SeefroschFeuersalamander
RotbauchunkeTeichfroschKammmolch
KreuzkröteGrasfrosch-----

Naturschutzgebiet Masuren
Naturschutz für Frösche