Auch Hochwasser ist Wasser


Wir erleben dieser Tage einmal mehr ein Hochwasser und dies im Süden und im Osten Deutschlands. Da kommt dann immer wieder dir Frage hoch, wer denn nun schuld an diesem Hochwasser sei? Liegt es am zu schlechten Schutz durch Dämme und Deiche oder ist doch der Klimawandel schuld?

Dabei muss der Mensch nur akzeptieren, dass es Naturkatastrophen gibt und der Mensch diese nicht beherrschen kann. Einen Tsunami, eine Sturmflut, einen Vulkanausbruch oder starke Niederschläge kann der Mensch nicht verhindern. Wir können noch so denken, dass wir die Erde beherrschen. Im Zweifelsfall beherrscht die Erde uns. Und dann bleibt dem Menschen nichts anderes als sich dem zu fügen! Wer nah an einem Gewässer lebt muss mit der Flut rechnen, ganz egal ob am See, am Fluss, am Bach oder am Meer. Wasser bedeutet Leben, kann aber auch Vernichtung verursachen.

Mancher Orts lebt die Natur von diesem Wandel, den das Wasser verursacht. Im übrigen auch ein Umstand mit dem Amphibien wie der Frosch leben muss. Die Regenzeit im Regenwald sorgt beispielsweise dafür, dass ganze Baumregionen lange unter Wasser stehen. Und die Lebewesen dieser Region müssen sich diesem Spektakel anpassen.

Manches Tier ist jedoch echter Profiteur, wenn ein Fluss oder Bach über die Ufer tritt. Fischreiher und Störche können dann leicht Beute machen, wenn sich Fische, Frösche, usw. in den flachen Gewässern von Auen aufhalten, die dort temporär entstehen. Da kann man nur sagen: Des einen Leid, des anderen Freud!

Wasser und seine Natur sollte man jedoch nicht verharmlosen. Da steckt Kraft und Dynamik drin, die man keinesfalls unterschätzen sollte. Tosende Wassermengen können Metall und Stein ohne Probleme zerschlagen. Auch für die Tiere im und am Wasser sind solche Extremsituationen sehr, sehr gefährlich. Froschlaich Infobild

Für manchen vielleicht unvorstellbar. Auf den Meeren treten häufig Wellen auf, die eine Höhe bis zu dreissig Meter (!) erreichen können. Solche Wellen sind durchaus in der Lage Bohrinseln oder Schiffe zu zerschlagen! Solche Wellen brechen sich auch an Küsten bzw. treten als gewaltige Tsunamis auf. Und es entstehen auch sehr grosse Wassermengen und Fluten, wenn es länger und hierbei sehr ergiebig regnet. Flüsse und Bäche werden dann zu reissenden Strömen. Kleine Bäche und kleine Flüsse können dann durchaus eine Breite von bis zu einhundert Metern erlangen. Der Grund ist einfach: Das Bach- oder Flussbett kann die Menge an Wasser einfach nicht mehr aufnehmen.

Gerade die Hochwasser in den neuen Bundesländern haben ihren Ursprung in ihrer geografischen Lage. Zum einen findet man dort relativ viele Flüsse und Bäche. Zum anderen haben wir es mit einem starken Gefälle zu tun, da die Flüsse und Bäche aus dem Erzgebirge kommend verlaufen. Man kann sagen: Für die Entstehung von Hochwasser ist dies eine exponierte Lage. Leider ist das so.

Wasser bedeutet also Leben, es kann aber auch Zerstörung bedeuten. Fakt ist eines: Durch die Erwärmung des Weltklimas erhöht sich die Menge an flüssigem Wasser im Wasserkreislauf. Dies hat natürlich Auswirkungen auf das Wetter und führt ggf. zu vermehrt auftretenden Extremen. In der Weltgeschichte ist dies übrigens kein neues Szenario. Von jeher unterlag das Klima gewissen Schwankungen von warmen Phasen bis zu kalten (Eiszeit).

Wobei wir beim Frosch angelangen, der ja auch über Fähigkeiten in der Wettervorhersage verfügen soll. In diesem Kontext spricht man auch vom Wetterfrosch. Zu glauben, dass der Frosch Wetter prognostizieren kann ist schon etwas weit her geholt. Eine gewisse Verbindung in dieser Richtung ist jedoch unverkennbar. Wetter und Luftdruck bestimmen die Flughöhe von Insekten, die ja in der Hauptsache Nahrung des Frosches sind. Insoweit richtet der Frosch seine Jagdposition entsprechend aus. Eine indirekte Verbindung zum jeweiligen Wetter ist also nicht zu verleugnen.

Ansonsten ist Wasser wie vieles in der Natur. Zum einen faszinierend und zum anderen gefährlich, mitunter sogar tödlich. Wasser ist aber auch ein wichtiger Lebensraum für die Amphibien unserer Tage!

Naturschutzgebiet Masuren
Naturschutz für Frösche