Die Evolution


1993 kam der Film "Jurassic Park" in die Kinos und wurde dort zu einem gigantischen Erfolg. Es kam zu einem riesigen Hype rund um das Thema der Dinos. Im Film und auch im Buch findet eine ganz entscheidende Szene statt, die etwas unspektakulär ist, jedoch auch sehr bedeutend. In dieser Szene fällt folgender Satz: "Das Leben sucht sich seinen Weg!". Vorab: Diese Feststellung ist durchaus zutreffend!

Alle Lebewesen existieren in einer für sie spezifischen Ordnung. Nehmen wir als Beispiel den Frosch. Ein Frosch lebt an einem See, einem Teich, einem Tümpel oder ähnlichem. Dies ist seine Umwelt, die ihm Schutz und Nahrung bietet. Er ist dieser Welt angepasst und lebt darin.

Ein Mensch fährt derweil mit dem Auto an dem Teich vorbei, wo jener Frosch lebt. Der Frosch kann dies vorbeifahrende Auto nicht einordnen. Dies übersteigt seinen Horizont bzw. seine für ihn gültige Ordnung. Der Mensch widerrum bewegt sich mit dem Auto in seiner für ihn erkennbaren Ordnung. Sein Horizont ist breiter aufgestellt als jene des Frosches. Aber auch sein Horizont oder das Spektrum seiner Ordnung ist begrenzt und beschränkt sich sein Dasein auf dem Heimatplaneten Erde. Es ist ein Faktum, dass auch über dem Menschen Ordnungen bestehen, die wir als Mensch nicht erkennen oder verstehen können. Uns geht es da, auf einem anderen Niveau, genauso wie dem Frosch im Teich. Diese Gedanken weiter zu verfolgen führt in Bereiche wie Religion, Physik oder Philosophie, was nicht Gegenstand dieses Artikels sein soll.

Fest steht aber, dass die Natur und die Lebewesen sich an Veränderungen ihrer jeweiligen Ordnung anpassen. Nur diese Anpassung sichert das Überleben der Art oder Gattung. Oder wie es so süffisant in Jurassic Park beschrieben wird: "Das Leben findet seinen Weg".

Bei dieser sukzessiven Anpassung spricht man von der sogenannten "Evolution". Evolution bedeutet die Anpassung von Lebewesen an ihre jeweilige Ordnung von Generation zu Generation. Diese Anpassung erfolgt über Erbinformationen, die an die jeweils nächste Generation übergeben werden. Diese Erbinformation wird in den Genen gespeichert und vererbt.

Wenn man hierüber nachdenkt werden verschiedene Dinge klarer. Ein Lebewesen welches nicht mehr in die entsprechende Ordnung passt stirbt aus. Man spricht von einer natürlichen Selektion.

Eine sehr offensichtliche Veränderung beim Menschen Europas können wir an der Körpergröße erkennen. Dank vielfältiger und guter Nahrung wurden die Menschen immer größer. Die Menschen des Mittelalters waren im Gegensatz zu heute relativ klein, was entsprechende Funds (z.B. von damaligen Wohnhäusern) belegen.

Auch der Frosch in seiner heutigen Form ist Ergebnis dieser Evolution. Vor Millionen von Jahren existierten riesige Amphibien auf dieser Erde. Diese erinnerten in ihrer Größe eher an Krokodile als an Lurche unserer heutigen Zeit. Zu ihren Opfern zählten neben Fischen auch kleiner Dinosaurier. Dies erklärt warum diese Amphibien damals eine solch enorme Größe benötigten.

Evolution bezieht sich im übrigen nicht nur auf die Tierwelt. Auch die Pflanzenwelt unterliegt einer permanenten Veränderung. Hierbei spielt die jeweilige Lebens Ordnung (z.B. das Klima bzw. dessen Veränderung) eine entsprechend große Rolle.

Der Frosch hat seine Existenz durch Anpassung gesichert. In mancher Region der Welt fällt er etwas größer aus (Ochsenfrosch), er nutzt Gift zur Abwehr (Pfeilgriftfrosch) oder ist exzellent getarnt (Teichfrosch, Grasfrosch oder Laubfrosch). Der Erfolg der Lurche liegt also sehr stark an der Anpassung entsprechend des jeweiligen Lebensraumes (der jeweiligen Ordnung).

Frösche, Kröten und Lurche sind also Beispiele der These, dass sich das Leben seinen Weg sucht. Amphibien existierten schon vor Millionen von Jahren und sind damit deutlich älter als der Mensch bzw. die Säugetiere. Sehen wir einen Frosch, so sollten wir daran denken, dass die Amphibien eine sehr lange und erfolgreiche Geschichte auf diesem Erdenball haben!

Naturschutzgebiet Masuren
Naturschutz für Frösche