Umweltschutz und Energiewende


Nach der Katastrophe in Fukushima ist die Politik und Öffentlichkeit sehr vehement in das Thema der "Energiewende" eingestiegen. Plötzlich redete alle Welt davon, dass ein Ausstieg aus der Kernkraft notwendig sei und mehr die regenerativen Energien zu nutzen sind. Bei dieser Diskussion werden die wirklichen Probleme jedoch, man möchte sagen nach wie vor, ausgeblendet.

In einem Kernkraftwerk wird eine Kernspaltung "künstlich" herbeigeführt, wodurch enorme Hitze entsteht. Diese Hitze erzeugt Wasserdampf, der dann durch eine Turbine geführt wird. Und mittels der erzeugten Bewegung (Turbine) wird Strom erzeugt. Für diese Kernspaltung wird Uran benötigt, welches ein Metall ist. Man spricht auch von sogenannten Brennstäben.

Man spaltet also die Partikel des Uran, was zu einer termischen Kettenreaktion führt. Dies ist das Prinzip von Kernkraftwerken und nuklearen Waffen.

Nach einer gewissen Zeit der Nutzung und Spaltung ist ein solcher Brennstab ausgebrannt, d.h. nicht mehr nutzbar. Dies wird häufig süffisant als Atommüll bezeichnet. Führt man die Kernspaltung durch, so wird die Zusammensetzung des Uran instabil. Dies meint, dass sich die Bestandteile und ihre Zusammenstellung verändern. Man spricht von einem sogenannten "Zerfall". Und dieser Zerfall führt dazu, dass solche Elemente fortan Strahlung aussenden. Hierbei handelt es sich um die sogenannte "Radioaktive Strahlung", was spätestens seit Tschernobyl in den 80igern des vorherigen Jahrhunderts ein Begriff sein dürfte. Und solch eine Strahlung hält für Jahrtausende an........

Neben den Risiken des Betriebes eines Atomkraftwerkes existiert mithin ein viel, viel grösseres Problem. Wohin mit dem Abfall welches solch ein AKW erzeugt? Der Witz an der Sache: Dieses Problem ist bis heute nicht gelöst! Und derweil Deutschland aus der Kernkraft aussteigen will, werden anderen Orts, in anderen Ländern neue AKWs gebaut!

Die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Öl, Gas oder Kohle ist auch nicht des Rätsels Lösung. Zum einen produziert dies Abgase, die man nicht unbedingt haben will. Zum anderen sind diese Brennstoffe in ihrem Vorkommen limitiert! Die Funktionsweise dieser Kraftwerke ist denen eines AKW durchaus vergleichbar. Es geht darum durch Verbrennung Hitze zu erzeugen und dann, mittels Wasserdampf, eine Turbine zur Stromerzeugung anzutreiben.

Um sich dieses Turbinen Prinzip zu verdeutlichen sollte man sich einmal die Funktionsweise eines einfachen Dynamos am Fahrrad anschauen!

Man muss also feststellen, wenn man den gesunden Menschenverstand einsetzt, dass auf lange Sicht nur regenerative Energien in Betracht kommen! Diese sind sauber, erzeugen keinen radioaktiven Müll und sind unbegrenzt verfügbar. Wind-, Solar und Wasserenergie sind die Schlüssel zum Erfolg!

Nun haftet solchen Thesen ja stets der Makel an, dass dies Aussagen von Ökos, Grünen oder sonstigen Spinnern seien. Zudem stellt sich die Frage, ob damit der Energiebedarf der Menschheit gedeckt werden kann. Und natürlich spielen hier auch Geld und Preise eine wichtige Rolle! Ein Mensch, der in zweihundert Jahren leben wird, wird diese Sichtweise nicht nachvollziehen können! Für den Menschen in zweihundert Jahren (so die Menschheit dann noch existiert) werden Öl, Kohle, Gas, Uran oder Kernspaltung keine Rolle mehr spielen. Energie wird man dann flächendeckend durch die Nutzung natürlicher Ressourcen erzeugen, die jederzeit zur Verfügung stehen. Dieser Umstieg wird zwangsläufig kommen und dies unter rein ökonomischen Gesichtspunkten!

Je mehr Kohle, Öl und Gas zur Neige gehen umso teurer werden diese Rohstoffe werden. Und je mehr die Entsorgung der nuklearen Abfälle kostet, um so weniger Profit lässt sich mit AKWs erzeugen. Gerade vor dem Hintergrund von Preis und Geld wird der Wechsel der Energiewende vollzogen werden (müssen).

Dies ist das gleiche Prinzip, was wir auch beim Thema der Überfischung vorfinden. Je weniger Fische vorhanden sind, desto weniger können gefangen werden. Und je weniger gefangen werden, desto teurer wird Fisch. Und wenn kein Fisch mehr vorhanden ist, so kann man selbigen auch nicht mehr konsumieren. Also wird man sich, aus rein geldlichen Gründen, irgendwann etwas gegen die Überfischung einfallen lassen müssen.

Im Endeffekt ist es stets so, dass Ökologie und Ökonomie irgendwann übereinander kommen. Der Mensch benötigt für diese Prozesse jedoch im Regelfall recht lange, um sie zu verstehen! Und die Annäherung ist stets nur schrittweise möglich!

Ein markantes Beispiel finden wir in der Autoindustrie! Zu Zeiten billigen Sprits spielte der Verbrauch nicht die unbedingte Rolle! Heute ist Sprit teuer und demzufolge wirbt mancher Anbieter damit, dass sein Automobil sehr wenig Sprit benötigt. Wir kommen aber irgendwann an den Punkt, dass Sprit kaum mehr bezahlbar sein wird, weil es kaum noch Erdöl gibt. Die Autoindustrie ist also perspektivisch gezwungen einen Wechsel vom Verbrennungsmotor auf ein anderes Prinzip vorzunehmen. Anbieter, die diesen Schritt versäumen, werden irgendwann vom Markt verschwinden.

Geld, Preis und Umwelt sind demnach keine Faktoren, die sich widersprechen. Wir stehen an einem Wechsel der Epoche, was jedoch vielen Mächtigen noch nicht so ganz klar erscheint. Momentan erleben wir das Ende des Zeitalters der Industrialisierung. Die Industriealisierung ist vor allem durch einen ernormen Bedarf an Ressourcen geprägt, die nicht mehr auffüllbar sind. Wir stehen momentan an der Schwelle der Epoche des "Informationszeitalters". Man kann heute, ohne weiteres, mit jemandem in Tokio kommunizieren, wenn man selber in Berlin sitzt. Man kann mit ihm sprechen, man kann ihn sehen und man kann ihm auf Knopfdruck Unterlagen zusenden.

Technologien des Informationszeitalters geben die Möglichkeit heimisches Gefilde, Arbeit und Kommunikation zu bündeln. Dies macht Reisen, welches viel Energie kostet, in den meisten Fällen überflüssig. Und dies spart Energie und damit auch Geld! Hierin steckt sehr viel Potenzial, wobei viele Konzerne und Institutionen selbiges noch nicht erkannt haben!

Man muss feststellen, dass sich Geld, Preise, Profit und Umweltschutz, Energiewende keinesfalls gegenseitig ausschliessen. Im Endeffekt wird der Mensch zur Demut gezwungen, weil die Ressourcen nun einmal begrenzt sind. Es ist recht einfach: Ist kein Erdöl mehr vorhanden, so lässt sich damit auch kein Gewinn mehr erzielen. Absolut kommen Ökonomie und Ökologie so zwangsläufig übereinander. Die Frage ist hierbei also nicht ob dies tatsächlich so ist. Die Frage ist lediglich wann dieser Zeitpunkt erreicht ist.

Naturschutzgebiet Masuren
Naturschutz für Frösche